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James Bond
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James Bond, auch bekannt als 007, ist ein fiktiver Geheimagent des britischen Geheimdienstes MI6. Im Jahr 1952 vom Schriftsteller Ian Fleming erfunden, wurde er vor allem durch die seit den 1960er Jahren erfolgreiche Filmreihe weltbekannt. Heute gilt die Figur des James Bond als popkulturelle Ikone.
Buch
Ian Fleming, der während des Zweiten Weltkriegs selbst britischer Geheimdienstangehöriger war, entwickelte die Figur James Bond vermutlich nach dem Vorbild des britischen Marineoffiziers Patrick Dalzel-Job, der im Zweiten Weltkrieg erfolgreich hinter den feindlichen Linien spionierte und von Fleming in seinen Memoiren beschrieben wurde. Den Namen seiner Romanfigur wiederum übernahm Fleming von dem Ornithologen James Bond, auf dessen Buch „Birds of the West Indies“ (deutsch: Vögel der Karibik) er gestoßen war. Im Film „Stirb an einem anderen Tag“ (2002) nutzt Bond (Pierce Brosnan) dieses Buch, um sich gegenüber Jinx (Halle Berry) als Ornithologe auszugeben.
Fleming schrieb zwölf Romane und zwei Kurzgeschichten-Bände mit James Bond als Titelhelden, die schon vor der Filmserie sehr erfolgreich waren. Nach seinem Tod 1964 setzten andere Autoren – siehe weiter unten – die Romanreihe fort. Seit John Gardners „Lizenz zum Töten“ wurden die Romane anhand der Filme konzipiert, nicht mehr umgekehrt.
2004 hat Ian Fleming Publications (Glidrose) eine neue Buchreihe angekündigt, die das Leben Bonds als 13-Jährigen am Eton-College thematisiert. Charlie Higson hat die ersten Young Bond-Romane dieser Serie veröffentlicht. Bereits Ende der 60er verfasste Arthur Calder-Marshall einen Roman, der in der Jugendzeit von James Bonds Neffen James spielt. Diese Idee wurde Anfang der 90er von John Peel mit sechs Romanen weitergeführt.
Während sich die Filme der 60er und 70er Jahre noch relativ eng an Flemings Romanen orientierten (Ausnahme: „Der Spion, der mich liebte“, von dem nur der Titel verwendet werden durfte), wurden in den 80ern zunächst noch die Kurzgeschichten herangezogen. Von 1989 bis 2002 wurden die Filme gänzlich ohne literarisches Vorbild konzipiert. Lediglich der Bond-Film „Casino Royale“ aus dem Jahre 2006 basiert wieder auf einem Werk Ian Flemings, seinem gleichnamigen Erstling, wogegen der ebenfalls „Casino Royale“ betitelte Film von 1967 nicht zur offiziellen Bond-Reihe zählt.
Die Romanfigur James Bond
Fleming gibt bis auf eine Ausnahme in „You only live twice“ in seinen Romanen kaum Aufschluss über den Lebenslauf seiner Hauptfigur. Diese Lücke hat John Pearson mit dem 1973 erschienenen Buch: „James Bond: The Authorized Biography“ geschlossen, indem er die knappen Angaben aus Flemings Roman ausbaute:
Demnach erblickte James Bond am 11. November 1920 als Sohn des schottischen Ingenieurs Andrew Bond und der Schweizer Bergsteigerin Monique Bond, geborene Delacroix, in Wattenscheid nahe der Stadt Essen das Licht der Welt. Nachdem die Eltern 1931 bei einem Ski-Unfall in Chamonix ums Leben kamen, wuchs Bond zusammen mit seinem jüngeren Bruder Horst-Walter bei seiner Tante Charmaine Bond in Pett Bottom bei Canterbury auf. Mit 13 kam er zum Elite-Internat Eton College, von dem er mit 15 aufgrund eines Zwischenfalls mit einem Zimmermädchen verwiesen wurde. Er wurde daraufhin nach Fettes in Edinburgh geschickt, wo auch sein Vater studiert hatte. Nach seiner Ausbildung ging er zur Royal Navy, um während des Zweiten Weltkriegs im Nachrichtendienst die Bewegungen der deutschen U-Boot-Flotte zu beobachten. Dazu wurde er auf der Insel Wangerooge stationiert, wo er – im Inselsand eingegraben – die nahe gelegenen U-Boot-Bunker observierte. Bald erreichte er den Rang eines Navy Commanders, worauf ihm der Weg in die Doppel-Null-Abteilung offen stand.
Die Trilogie von Samantha Weinberg ergibt weiteren Aufschluss über Bonds Karriere. In den Romanen wird in Form von Tagebucheinträgen aus der Sicht der Sekretärin Ms. Moneypenny über Erlebnisse mit James Bond berichtet, die in keinem der Bond-Romane vorkommen. Bei dieser Gelegenheit wird auch Moneypennys Vergangenheit näher beschrieben.
In den Romanen ist James Bond von durchschnittlicher Statur und ähnelt Hoagy Carmichael. Er hat schwarze Haare, eine Locke fällt immer unbändig in die Stirn. Seine Augen sind blau-grau. Sein schmales Gesicht und seine hohen Wangenknochen geben ihm zusammen mit seinen Augen einen kühlen Ausdruck. Besonderes: Er hat eine schmale Narbe auf der Wange. Außerdem hatte er eine Hauttransplantation an der rechten Hand, nachdem ihm ein sowjetischer Spion ein Erkennungsmerkmal in diese ritzte.
Bibliografie der Bond-Romane
In Klammern stehen das Erscheinungsjahr und, falls übersetzt, der deutsche Titel (bei mehreren Auflagen auch verschiedene).
Ausklappen
- Casino Royale (Casino Royale; Casino Royal, 1953)
- Live and Let Die (Leben und sterben lassen, 1954)
- Moonraker (Mondblitz; Moonraker, 1955)
- Diamonds Are Forever (Diamantenfieber, 1956)
- From Russia With Love (Liebesgrüße aus Moskau, 1957)
- Dr. No (James Bond jagt Dr. No; 007 jagt Dr. No; Dr. No, 1958)
- Goldfinger (Goldfinger; James Bond contra Goldfinger; James Bond jagt Goldfinger, 1959)
- For Your Eyes Only (1960) – Kurzgeschichtensammelband (Auflistung der Kurzgeschichten im Original. In Deutschland waren verschiedene Sammelbände auf dem Markt.) Beinhaltet:
For Your Eyes Only (Für Sie persönlich), Quantum of Solace (Das Minimum an Trost; Ein Minimum an Trost), The Hildebrand-Rarity (Die Hildebrand-Rarität), From A View To A Kill (Tod im Rückspiegel), Risico (Riskante Geschäfte)
- Thunderball (James Bond und das Unternehmen Feuerball; Operation Feuerball; Sag niemals nie; Feuerball; Sag niemals nie oder die Aktion Feuerball, 1961)
- The Spy Who Loved Me (Der Spion der mich liebte; Der Spion, der mich liebte, 1962)
- On Her Majesty's Secret Service (Im Dienst Ihrer Majestät; Im Geheimdienst Ihrer Majestät; James Bond und sein gefährlichster Auftrag, 1963)
- You Only Live Twice (Man lebt nur zweimal; 007 James Bond reitet den Tiger, 1964)
- The Man With The Golden Gun (Der Mann mit dem goldenen Colt; 007 James Bond und der Mann mit dem goldenen Colt; Der goldene Colt, 1965)
- Octopussy (and the Living Daylights) (1966) – Kurzgeschichtensammelband (Auflistung der Kurzgeschichten im Original – In Deutschland waren verschiedene Sammelbände, ohne 007 in New York, auf dem Markt.) Beinhaltet:
Octopussy (Octopussy; Der stumme Zeuge), The Living Daylights (Der Hauch des Todes; Duell mit doppeltem Einsatz), The Property of a Lady (Globus – meistbietend zu versteigern (nur in späteren Versionen enthalten)), 007 in New York
Ausklappen
- Kingsley Amis (unter dem Pseudonym Robert Markham)
- Colonel Sun (Liebesgrüße aus Athen; Die Spur führt nach Griechenland; 007 James Bond auf der griechischen Spur, 1968; teilweise fälschlicherweise Ian Fleming als Autor auf dem deutschen Buchtitel)
- John Gardner
- Licence Renewed (Countdown für die Ewigkeit, 1982)
- For Special Services (Moment mal, Mr. Bond, 1982)
- Icebreaker (Operation Eisbrecher, 1983)
- Role of Honour (Die Ehre des Mr. Bond, 1984)
- Nobody Lives Forever (Niemand lebt für immer, 1986)
- No Deals Mr. Bond (Nichts geht mehr, Mr. Bond, 1987)
- Scorpius (Scorpius, 1988)
- Win, Lose or Die (Sieg oder stirb, Mr. Bond, 1989)
- Brokenclaw (Fahr zur Hölle, Mr. Bond, 1990)
- The Man From Barbarossa (1991)
- Death is Forever (1992)
- Never Send Flowers (1993)
- Seafire (1994)
- Cold (1996)
- John Peel (unter dem Pseudonym John Vincent)
- A View To A Thrill, (1992)
- The Eiffel Target, (1992)
- Live And Let's Dance, (1992)
- Sandblast, (1992)
- Sword Of Death, (1992)
- High Stakes, (1992)
- Raymond Benson
- Zero Minus Ten, (Countdown! – 1997)
- The Facts of Death (Tod auf Zypern, 1998)
- High Time to Kill (1999)
- Doubleshot (2000)
- Never Dream of Dying (2001)
- The Man with the Red Tattoo (2002)
Filme
██ Dreh- und Spielorte der Bond-Filme
██ nur Spielorte
██ reine Drehorte
1961 erwarben die Produzenten Harry Saltzman und Albert R. „Cubby“ Broccoli die Filmrechte für die Bücher Flemings und gründeten die Produktionsgesellschaft Eon Productions Ltd. Gemeinsam mit der Filmgesellschaft United Artists brachten sie 1962 den ersten Bond-Film mit dem Titel „Dr. No“ heraus. Seitdem erscheint spätestens alle vier Jahre ein neuer „Bond“ – einzig nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 gab es eine sechsjährige Unterbrechung zwischen den Filmen „Lizenz zum Töten“ (1989) und „GoldenEye“ (1995). Damit ist die 007-Saga die zeitlich am längsten bestehende und eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Filmreihen in der Filmgeschichte.
Seit dem Tod von Albert R. Broccoli im Jahre 1996 führen sein Stiefsohn Michael G. Wilson und seine Tochter Barbara Broccoli die Geschäfte weiter.
Die Rechte an den von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Filmen lagen bis 1975 allein bei Danjaq S. A. und werden seit dem Verkauf des 50 %igen Anteil Saltzmans an United Artists von Danjaq S. A. und United Artists kontrolliert. Seit 1981 kontrolliert Metro-Goldwyn-Mayer als Mutterfirma von United Artists den Verleih der Filmreihe und besitzt Anteil am Copyright aller Filme. Seit der vollzogenen Übernahme von Metro-Goldwyn-Mayer (und der Tochterfirma United Artists) durch ein von Sony (und dessen Tochterunternehmen, die Sony Pictures Entertainment) geführtes Konsortium wird über den Vertrieb der bisher produzierten und der zukünftigen James-Bond-Filme verhandelt.
Alle bisherigen Bond-Filme wurden in den Pinewood Studios bei London produziert, wo für die teilweise sehr aufwändigen Sets eigene Hallen errichtet wurden.
Filmografie
Merkmale
Die James-Bond-Filme haben ein eigenes Subgenre des Agententhrillers geschaffen. Typisch sind folgende Merkmale:
- In den früheren Filmen Superschurken, die versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen;
- Schnelle Autos und die in der Regel von Q entwickelten technischen Spielereien („Gadgets“), beispielsweise
-
- Uhren mit Sprengfunktion, sehr starken Magneten, Laserstrahlern, Seilwinden, Mini-Säge oder Videobildschirmen;
- Geräte zum Knacken von Zahlenkombinationen für Safes;
- ein schwer bewaffneter Ein-Mann-Tragschrauber („Little Nelly“, Man lebt nur zweimal);
- in die Autos integrierte Waffen (Raketenwerfer, Minen, Maschinengewehre), Tauchfunktion (der Lotus Esprit in Der Spion, der mich liebte) oder Unsichtbarkeit (in Stirb an einem anderen Tag) aber auch einen Defibrillator und Gegengifte (Casino Royale);
- eine venezianische Gondel namens Bondola, die auch als Luftkissenboot fahren kann (Moonraker);
- ein Schnellboot, das auch auf der Straße fahren kann (Die Welt ist nicht genug);
- Stunts bzw. Spezialeffekte, welche oft die Gesetze der Physik missachten;
- Verfolgungsjagden, auf Skiern oder mit anderen Wintersportgeräten, mit Motorrädern, luxuriösen Limousinen oder Luftfahrzeugen;
- Zweikämpfe, häufig an ungewöhnlichen Orten, wie etwa unter Wasser, auf einer Weltraumstation oder in einer Parabolantenne;
- Von einem exotischen Schauplatz zum anderen springende Haupthandlung;
- Schöne Frauen (Bond-Girls) als Bonds Gespielinnen, beginnend mit Der Hauch des Todes hält Bond eine gewisse Treue für seine Partnerinnen.
- Der ewige (und ewig erfolglose) Flirt mit der Chefsekretärin Miss Moneypenny;
- Wiederkehrende Bond-Zitate wie seine Bestellung Wodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt (engl.: Shaken, not stirred) und die berühmt gewordene Vorstellung „The name is Bond. James Bond.“ Letzteres hat Ian Fleming von Honoré de Balzac übernommen, in dessen Roman „Maestro Guarnerio“ sich die Hauptfigur mit „My name is Fox. Sir Vincent Fox“ vorstellt. Bond stellt sich in jedem Film genau einmal so vor.
- Typisch ist auch, dass Bond, in vielen Fällen zusammen mit dem jeweiligen Bondgirl, von seinem Gegenüber immer wieder durch besonders raffinierte, aufwendige und zeitintensive Methoden getötet werden soll, wodurch es ihm immer wieder gelingt, in letzter Sekunde zu entkommen. Meistens wurde er zuvor mit Schusswaffen bedroht und ein einfacher Schuss hätte jeweils sein Ende bedeuten können.
Bond selbst wird einerseits als ein galanter, andererseits ironischer (vor allem bei Roger Moore) bis zynischer (Sean Connery) Macho skizziert, der von einer Aura der Unverwundbarkeit umgeben ist. Das Rauchen wurde Bond in den neueren Filmen abgewöhnt. Seine Waffe, eine Beretta, musste Bond gleich im ersten Film gegen eine Walther PPK eintauschen, die er bis Der Morgen stirbt nie verwendete. Seither schießt Bond aus einer Walther P99. Die Handlung hat nicht viel mit tatsächlicher Geheimdienstarbeit zu tun. Lediglich Details wie die Bezeichnung der Führungspositionen mit Buchstaben wie „M“ und „Q“ hat Fleming vom britischen Geheimdienst MI6 übernommen.
Charakteristisch für jeden Bond-Film ist seit Liebesgrüße aus Moskau die kurze Szene mit dem Pistolenlauf am Anfang (Gun Barrel Sequence). Zu Beginn ertönt das von Monty Norman geschriebene und durch John Barrys Arrangement berühmt gewordene Thema aus Dr. No, das „James Bond Theme“. Darauf folgt eine Sequenz, die entweder ein vom Hauptfilm unabhängiges Kurzabenteuer oder einen Prolog im üblichen Sinne zeigt. Nun erst folgt der meist sehr aufwendig gestaltete Vorspann, in dem die Credits erscheinen und der mit einem extra komponierten Filmsong unterlegt ist. Bis Licence To Kill war Maurice Binder Schöpfer dieser kunstvollen Sequenzen. Nach dessen Tod im Jahr 1991 übernahm Daniel Kleinman und führt seither Binders Tradition fort. Im Film Stirb an einem anderen Tag fliegt bei der Gun Barrel Sequence das erste mal eine Kugel auf den Zuschauer zu.
Typisch für die Welt der James-Bond-Filme und -Romane sind die vielen Spielszenen; so wird die Figur Bonds literarisch auch beim Glücksspiel eingeführt:
- Baccara: Bond duelliert sich im Roman Casino Royale mit seinem Widersacher Le Chiffre beim Baccara, und ebenso mit Emilio Largo in Feuerball. Baccara, genauer die Variante Chemin de fer, ist offenbar Bonds Lieblingsspiel: James Bond jagt Dr. No, Im Geheimdienst Ihrer Majestät, In tödlicher Mission und GoldenEye enthalten ebenfalls Szenen, in denen Bond dieser Leidenschaft frönt.
- Backgammon: Im Film Octopussy betrügt Kamal Khan beim Backgammon, Bond durchschaut den Betrug und schlägt Kamal Khan mit dessen eigenen „Glückswürfeln“.
- Black Jack kommt im Roman Diamantenfieber und im Film Lizenz zum Töten vor.
- Bridge: Im Roman Moonraker überführt Bond Sir Hugo Drax als Falschspieler beim Bridge; Bond betrügt besser und gewinnt die Partie (vgl. Duke of Cumberland Hand). Im Film gibt es nur einen kurzen Hinweis von Sir Frederick Gray, dass er mit Sir Hugo einmal Bridge gespielt habe. Hinweise auf Bridge finden sich auch in Dr. No und Feuerball.
- Calcutta-Auktion: Im Roman Diamantenfieber versuchen die Killer Wint und Kidd eine Meilenwette auf der RMS Queen Elizabeth zu manipulieren.
- Canasta und Gin Rummy: Im Film betrügt Auric Goldfinger einen Herrn Simmons beim Gin Rummy. Goldfingers Sekretärin (dargestellt von Shirley Eaton) sieht aus einem Hotelzimmer mithilfe eines Teleskops Herrn Simmons in die Karten und teilt Goldfinger, der ein Hörgerät zu tragen scheint, die Werte per Funk mit. Bond entdeckt den Betrug und verführt die Sekretärin, die dann in einer der berühmtesten Filmszenen als goldüberzogene Leiche in Bonds Bett endet. Im Roman spielt Goldfinger mit einem Herrn Du Pont Canasta, was insofern weniger gut passt, als Canasta zwar auch zu zweit gespielt werden kann, aber eigentlich ein Spiel für vier Personen ist. Bei einer Bahnfahrt in Leben und sterben lassen vertreibt sich Bond die Zeit mit Solitaire u.a. bei einer Partie Gin Rummy.
- Computerspiel: In Sag niemals nie misst sich Bond mit Largo bei Domination, einem von Largo selbst erfundenen Computerspiel, dessen Ziel die Weltherrschaft ist. Bond verliert mehrere Spiele um einzelne Länder, siegt aber im Kampf um die gesamte Welt und gewinnt so USD 250.000.
- Golf: Ian Fleming war ein begeisterter Golf-Spieler (er starb an einem Herzinfarkt, der ihn am Golfplatz traf) und so hat er auch dieses Spiel mit der Figur James Bonds verbunden: Auric Goldfinger betrügt beim Golf, doch Bond vertauscht Goldfingers Golfball mit einem anderen und gewinnt so die Partie.
- (Manipulierte) Pferderennen und -wetten spielen im Roman Diamantenfieber und im Film Im Angesicht des Todes eine wichtige Rolle.
- Poker: Im Film Casino Royale spielen Bond und Le Chiffre Texas Hold’em anstelle von Baccara wie im Roman.
- Roulette: Im Roman Diamentenfieber spielt Bond in Las Vegas Roulette und gewinnt natürlich.
- Sic Bo (Dai Siu): Um auf die Spur von Francisco Scaramanga, dem Mann mit dem goldenen Colt, zu kommen, begibt sich Bond in ein Casino in Macao, wo er beim Sic Bo auf Miss Anders trifft.
Schauplätze
Schauplätze der James-Bond-Filme |
Film |
Schauplätze (fiktive Orte in Anführungszeichen) |
Dr. No |
Kingston (Jamaika), Crab Key |
Liebesgrüße aus Moskau |
„Spectre Island“, Istanbul, Belgrad, Zagreb; Triest, Venedig |
Goldfinger |
Miami Beach, London (inkl. Golfplatz), Genf (Schweiz), Pilatus-Flugzeugwerke als „Auric Enterprises“ (Stans, Schweiz), Furkapass (Schweiz), Andermatt (Schweiz), Lexington und Fort Knox (beide Kentucky, USA) |
Feuerball |
Paris und Umgebung, (Sanatorium nördlich von) London, Nassau (Bahamas) |
Man lebt nur zweimal |
Hongkong, Tokio, Kobe, Vulkankrater in Japan |
Im Geheimdienst Ihrer Majestät |
Zürich, Lauterbrunnen (Bern, Schweiz), Piz Gloria auf dem Schilthorn (Schweiz), Grindelwald |
Diamantenfieber |
Diamantenmine in Südafrika, Amsterdam, Las Vegas, Ölplattform vor Baja California (Mexiko) |
Leben und sterben lassen |
New York, „San Monique“ (Karibik), New Orleans |
Der Mann mit dem Goldenen Colt |
Halong-Bucht, Phang Nga-Bucht (beide im Film China zugeordnet), Beirut, Macau, Hongkong, Bangkok |
Der Spion, der mich liebte |
„Berngarten“ (Österreich), Kairo, Gizeh, Luxor-Tempel, Sardinien, „Atlantis“ (Plattform im Mittelmeer) |
Moonraker |
Los Angeles und Kalifornien, Venedig, Rio de Janeiro, Urwald von Brasilien, Weltraum |
In tödlicher Mission |
Ionisches Meer, Gegend von Madrid/Spanien, Cortina d'Ampezzo, Kreta, Korfu, Albanien (nicht näher benannt), das kleine Meteora-Kloster Agia Trias in Griechenland als „St. Cyrils“ |
Octopussy |
Kuba, Berlin, Sotheby’s in London, Udaipur, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), USAF-Basis in „Feldstadt“, Bayern (Die Autoverfolgung wurde auf der Avus in Berlin gedreht, die Militärbasis war Kulisse in den Pinewood Studios} |
Sag niemals nie |
Bahamas, Frankreich, Nordafrika, Monaco, Spanien |
Im Angesicht des Todes |
Sibirien, Paris, San Francisco |
Der Hauch des Todes |
Bratislava (Pressburg, Drehort war jedoch Wien), Wien, Tanger, Afghanistan, London, Kärnten (Österreich), Gibraltar |
Lizenz zum Töten |
Key West, „Isthmus City“ in Südamerika |
GoldenEye |
Archangelsk (im Film noch UdSSR), Monaco, Severnaja (Modell), eine Insel im Norden von Russland in der Nähe von Semlja, Sankt Petersburg, Kuba, Verzasca Staudamm im Tessin (Tusker Dam, Locarno, Südschweiz) |
Der Morgen stirbt nie |
Khyber-Pass, Vietnam, Bangkok, Hamburg |
Die Welt ist nicht genug |
Bilbao, London, Schottland, Baku (Aserbaidschan), Kasachstan, Kaspisches Meer, Istanbul |
Stirb an einem anderen Tag |
Nordkorea, Cádiz/Spanien als Kuba, London, Island, Hong Kong |
Casino Royale |
Tschechien: Strahov Kloster in Prag, Burg Loket nahe Karlsbad als „Montenegro"; Bahamas: Albany House, auf der Insel New Providence als „Liberianische Botschaft in Madagaskar“; Italien: Villa del Balbianello in Lenno am Comer See, Canal Grande in Venedig |
Fahrzeuge
James Bonds Verbündete
Siehe auch: Figuren aus James-Bond-Filmen
- Q ist der Codename für den Erfinder der genialen Geräte, abgeleitet von „Quartermaster“ (Quartiermeister).
- R – Im Film Die Welt ist nicht genug der Schüler von Q, gespielt von John Cleese
- M – James Bonds Vorgesetzte(r)
- Felix Leiter – CIA-Agent, später bei der DEA, James Bonds Freund
- Valentin Dimitrewisz Zukovsky – ein ehemaliger KGB-Agent. Bond und Zukovsky haben nach vorheriger Feindschaft eine Zweckfreundschaft geschlossen
- Jack Wade – CIA-Verbindungsagent
- Charles Robinson – MI6-Agent und James Bonds Freund
- General Anatol Gogol – KGB-Chef. Eigentlich Gegenspieler, doch bringen sich er und Bond durch das beidseitige Fair Play große Hochachtung entgegen. In Der Spion, der mich liebte arbeiten sie sogar zusammen.
Musik
John Barry galt bis zum Verlassen der Filmserie im Jahr 1987 als Hauskomponist der Bondfilme. Versuche, ihn später zurückzuholen, scheiterten. Beim ersten Bondfilm, James Bond jagt Dr. No (1962), arrangierte und dirigierte er bloß Monty Normans berühmt gewordenes James-Bond-Thema. Insgesamt komponierte Barry elf Bond-Soundtracks, in Ausnahmefällen sprangen andere Komponisten für ihn ein: George Martin (Leben und sterben lassen, 1973), Marvin Hamlisch (Der Spion, der mich liebte, 1977), Bill Conti (In tödlicher Mission, 1981), Michael Kamen (Lizenz zum Töten, 1989) und Eric Serra (GoldenEye, 1995). Seit 1997 ist David Arnold für die Filmmusik verantwortlich.
Gemäß einer allgemein verbreiteten Soundtrack-Konvention werden auch in den Bond-Film-Musiken die Haupt-Themen, insbesondere das Bond-Thema und die Melodien der Titellieder, variationsreich eingearbeitet, um dem Film neben der dramaturgischen Funktion eine musikalische Identität zu verleihen.
Das James Bond Theme von Monty Norman eröffnet seit Liebesgrüße aus Moskau jeden Bond-Film mit der typischen Pistolenlaufeinstellung. Nur in der Neuverfilmung von Casino Royale (2006) wurde der Film aus dramaturgischen Gründen ohne dieses Thema eröffnet. Der Film beginnt nach den Firmenlogos gleich mit dem Teaser (in Schwarz-Weiß), danach erst ist die logoähnliche Szene mit dem Pistolenlauf zu sehen (in Farbe). Sie leitet direkt über in den Titel-Vorspann, unterlegt aber mit der Einleitung des Titellieds. Erst gegen Filmende erklingt das Bond-Thema vollständig ausgearbeitet, wenn Bond als gereifter Agent 007 ins Bild tritt, und das Thema leitet nahtlos über in den Abspann.
Zwei Bond-Abenteuer, die gelegentlich auch als 'nicht offiziell' bezeichneten Produktionen von Casino Royale (1967) und Sag niemals nie (1983), bilden gerade auch aus musikalischer Sicht eine Art Ausnahme von der Regel. Beide Filme wurden unabhängig von Eon Productions Ltd. produziert. Zu ersterem Film komponierte Burt Bacharach die Musik, zu letzterem Michel Legrand. Beide Filme haben zwar ihre musikalische Identität; doch diese ist mit dem von John Barry maßgeblich entwickelten Bond-Sound der 'offiziellen' Serie kaum zu vergleichen. Die Verwendung des Bond-Themas oder der Pistolenlaufsequenz war allein schon aus rechtlichen Gründen in diesen zwei Filmen ausgeschlossen.
Bis heute werden für die Titellieder weltbekannte Solisten und Gruppen verpflichtet – mit teils unterschiedlichen Erfolgen beziehungsweise Hitparadenplatzierungen. Dazu gehören beispielsweise Tom Jones, Nancy Sinatra, Louis Armstrong, Paul McCartney, A-ha, Tina Turner und Madonna. Gleich drei Titellieder interpretierte Shirley Bassey für die Bond-Serie: Goldfinger (1964), Diamonds Are Forever (1971) und Moonraker (1979). Während des Titelvorspanns von In tödlicher Mission (1981) war Sheena Easton mit ihrem Titelsong als erste und einzige Bond-Sängerin auch auf der Leinwand zu sehen (Madonnas Kurzrolle in Stirb an einem anderen Tag nicht eingerechnet). Den ersten Platz der US-Charts belegte die Gruppe Duran Duran mit A View To A Kill (1985), was sowohl davor als auch danach keinem anderen Bond-Song-Interpreten gelang.
Product Placement
Product Placement wird seit dem ersten James Bond Film bewusst eingesetzt.[3] Beispiele für gezielt platzierte Marken sind: Smirnoff Wodka in James Bond jagt Dr. No, Dom Pérignon in James Bond jagt Dr. No, Goldfinger und Der Spion, der mich liebte, Rolex in James Bond jagt Dr. No, Omega in GoldenEye und Die Welt ist nicht genug und Casino Royale, British Airways in GoldenEye und Stirb an einem anderen Tag, Sony in Stirb an einem anderen Tag und Casino Royale, Aston Martin in verschiedenen Filmen seit Goldfinger und BMW in GoldenEye und Die Welt ist nicht genug. Neben der klassischen Form des Product Placement im Sinne von visueller Produktdarstellung wurden auch explizite verbale Placements in James-Bond Filmen eingebaut, z. B. für Whiskas in Im Angesicht des Todes oder für Omega in Casino Royale. Darin heißt es: „...ehemalige SAS-Typen mit schlichtem Lächeln und kostspieligen Uhren. Rolex?“ – „Omega.“ – „Wunderschön!“[4].
Bonmots
Legendär in den Filmen sind die Sprüche, mit denen James Bond die Liquidierung seiner Gegner kommentiert. Eine Auswahl (durch die Synchronisation manchmal inhaltlich veränderter) Kommentare:
- James Bond jagt Dr. No (Killer im Leichenwagen): „Die hatten's eilig, zu ihrer eigenen Beerdigung zu kommen.“
- Goldfinger (Handlanger der Drogenmafia, nachdem Bond ihn mit einem Heizstrahler in der Badewanne erledigt hat): „Widerlich. Einfach widerlich.“ Der Wortwitz des englischen Originals geht dabei leider verloren: „Shocking! Positively Shocking!“
- Goldfinger (nach dem unfreiwilligen Ausstieg aus dem Flugzeug): „Der spielt auf einer goldenen Harfe.“
- Feuerball (Largo): „Das war höchste Zeit.“
- Feuerball (nachdem Fiona Volpe erschossen wurde): „Darf ich mal meine Freundin hierher setzen? Sie belästigt Sie nicht, sie ist tot.“
- Man lebt nur zweimal (Hans, nachdem dieser in ein Piranha-Becken geworfen wurde): „Bon Appetit!“
- Diamantenfieber (Mr. Wint, Mr. Kidd, nachdem er letzteren mit einer im Schritt befestigten Bombe über die Reling eines Schiffes geworfen hat und diese explodierte): „Den Hund hat´s mit eingeklemmtem Schwanz zerrissen.“
- Leben und sterben lassen (Kananga, dem er eine geöffnete Druckluftpatrone in den Mund schiebt, so dass dieser zerrissen wird): „Er war schon immer ein ziemlich aufgeblasener Kerl.“
- Der Mann mit dem goldenen Colt (Als Goodnight Bond fragt, was mit Scaramanga passiert ist): „Der ist über seine eigene Schlauheit gestolpert.“
- Der Spion, der mich liebte (Sandor, nachdem dieser vom Dach gefallen ist): „Ein hoffnungsloser Fall.“
- Der Spion, der mich liebte (Killer, der mit einem Motorrad von einer Klippe fiel): „Ich glaube, der ist falsch abgebogen.“
- Der Spion, der mich liebte (Beißer, nachdem ein Holzgerüst über ihm zusammengebrochen ist): „Auf Holz klopfen bringt manchmal doch Glück.“
- Der Spion, der mich liebte (Beißer, der mittels Magneten ins Hai-Becken befördert wird): „Ah Hai!“
- Moonraker (Hugo Drax, als er diesen aus einer Luftschleuse in den Weltraum hinausstößt): „Nur ein kleiner Schritt für Sie (Drax), aber ein großer Schritt für die Menschheit.“ (Anspielung auf die erste Mondlandung) bzw. „Der musste mal raus.“
- Moonraker (Chang – nachdem er kopfüber von einem Turm in ein Klavier gefallen ist): „Spiels noch einmal, Sam.“ (Anspielung auf den Spruch im Film Casablanca)
- In tödlicher Mission (Locque, nachdem er im Auto von einer Klippe fiel): „Er war schon vorher ziemlich heruntergekommen.“
- Der Hauch des Todes (Brad Whitaker, Waffennarr, der gerne historische Schlachten mit Zinnsoldaten nachstellte): „Er hat sein Waterloo gefunden.“
- Der Morgen stirbt nie (nachdem er einen Wachmann in eine laufende Druckerpresse geworfen hat): „Heutzutage drucken die auch wirklich alles.“
- Stirb an einem anderen Tag (bevor Bond Gustav Graves durch einen Stromstoß seines eigenen Anzugs in die Turbine befördert): "Zeit, der Schwerkraft ins Auge zu sehen."
Kontinuität
Die Romane von Fleming bauen aufeinander auf, und (auch) deshalb erfreuen sich Fankreise der Diskussion, ob der James Bond der verschiedenen Filme ein und dieselbe Person sei. Das Äußere von Bond ändert sich bedingt durch den Wechsel der Schauspieler, ohne dass in den Filmen darauf eingegangen wird. Die Idee, dies durch eine Gesichtsoperation zu erklären, wurde für den ersten Wechsel (Im Geheimdienst Ihrer Majestät) überdacht, jedoch fallengelassen.
In Casino Royale (2006) wird mit der Kontinuität endgültig gebrochen und ähnlich wie bei anderen Filmreihen (zum Beispiel bei den Batman-Filmen) die Geschichte nochmals neu und von vorne erzählt. Der Film handelt von Bonds erstem Einsatz, spielt aber in der Gegenwart. Außerdem spielt Judi Dench Bonds Vorgesetzte M, eine Rolle, die sie erst seit GoldenEye innehat. Während man also bis Im Angesicht des Todes versuchte, den James Bond aller Filme als die gleiche Person darzustellen, verzichtet man seither auf Erklärungsversuche. Mit dem 22. Bond-Film soll eine gewisse Kontinuität jedoch wieder aufgenommen werden; Drehbuchautor Paul Haggis enthüllte schon im Vorfeld der Produktion, dass seine Handlung zwei Minuten nach Casino Royale beginnen werde. [5]
Weitere Verfilmungen
Als Harry Saltzman und Albert R. Broccoli die Verfilmungsrechte für Ian Flemings Bond-Romane erstanden, konnten sie zwei Titel nicht sichern: Casino Royale und Feuerball.
Casino Royale (1954/1967)
Hauptartikel: Casino Royale (1954) und Casino Royale (1967)
Casino Royale wurde bereits 1954 an Gregory Ratoff verkauft, dessen Agentur diese an CBS für die Produktion einer Fernsehshow vermitteln konnte. Erster Bond-Darsteller war damit der amerikanische Schauspieler Barry Nelson in einer vom Sender CBS produzierten Live-Adaption von Flemings Debüt-Roman Casino Royale. Den Gegenpart Le Chiffre spielte damals Peter Lorre. Mit dem vertrauten Bild des Kino-Bonds, wie wir ihn heute kennen, hatte die Theatershow aus dem Jahr 1954 nur sehr wenig gemein, zudem hieß „James“ Bond in diesem Film „Jimmy“ und arbeitete für die CIA.
Als Ratoff starb, verkaufte seine Frau die Rechte an Charles K. Feldman weiter. Feldman strebte zunächst — erfolglos — eine Partnerschaft mit Eon Productions Ltd. an und produzierte schließlich auf eigene Faust die Bond-Parodie Casino Royale, welche 1967 erschien. Diese Persiflage auf den James-Bond-Mythos ist mit den späteren Austin-Powers-Filmen vergleichbar. In der Rolle des James Bond 007 sind unter anderem David Niven, Peter Sellers und Terence Cooper zu sehen. Woody Allen spielt den Bösewicht und Sohn von James Bond – Jimmy Bond/Dr. Noah. Beteiligt war auch Ursula Andress (auch als James Bond 007, bzw. als Vesper Lynd), Darstellerin des ersten Bond-Girls in James Bond jagt Dr. No. Den Bösewicht „Le Chiffre“, gegen den James Bond am Baccara-Tisch antreten muss, verkörperte Orson Welles. Des Weiteren traten noch diverse international bekannte Schauspieler in (mehr oder weniger) kleinen Cameorollen auf. (Barbara Bouchet, William Holden, John Huston, Deborah Kerr, Daliah Lavi, George Raft, Charles Boyer, Peter O'Toole, Jean-Paul Belmondo).
Nach Feldmans Tod kaufte United Artists seine Produktionsfirma, an der auch Columbia Pictures Anteile durch die von CBS gesendete Fernsehshow besaß. Dies war der Grund für einen jahrzehntelangen Streit um den Status von Casino Royale. 1989 wurde Columbia Pictures von Sony aufgekauft. Die 1991 umbenannte Sony Pictures Entertainment versuchte nun, unter anderem auch durch eine Kooperation mit McClory, in das Bond-Filmgeschäft einzusteigen, was wiederum EON mit gerichtlichen Mitteln zu stoppen trachtete. Die Auseinandersetzung endete 1999 mit dem Aufkauf der restlichen Filmrechtanteile an Casino Royale durch EON. Ironischerweise kaufte Sony 2004 die MGM Studios (die 1981 mit United Artists fusionierte) auf, so dass die neuesten Bond-Filme doch unter Sonys Flagge erfolgen.
Sag niemals nie (1983)
1983 kam Sag niemals nie als letzter Auftritt von Sean Connery in der Rolle von Bond in die Kinos. Der Titel Never Say Never Again stammt von einer Anspielung Connerys Frau auf eine Aussage von Sean Connery, nie wieder James Bond spielen zu wollen. Der Skript basiert auf Whittingham und McClory. EON versuchte vergeblich die Verfilmung zu stoppen, um eine Schmälerung des Erfolgs von Octopussy aus dem selben Jahr zu verhindern, was dann wahrscheinlich auch der Fall war. Der früher veröffentliche Octopussy (ca. 187 Mio. Dollar) übertrumpfte das Konkurrenzprodukt Sag Niemals Nie (ca. 160 Mio. Dollar) finanziell nur geringfügig. Die US-amerikanischen Kinoverleihrechte lagen bei der Erstaufführung von Warner Bros.
Sag Niemals Nie hat mit Connery als Bond den gleichen Handlungsaufbau wie der 1965 gedrehte Film Feuerball und kann daher als Remake angesehen werden. Als Bösewicht Maximilian Largo ist Klaus Maria Brandauer und als Bondgirl Domino Kim Basinger zu sehen. Die Romanvorlage von Feuerball geht auf ein geplantes Drehbuch für einen Film James Bond Secret Agent Anfangs 60er zurück, an welchem auch Fleming mitschrieb. Das Vorhaben zog sich damals in die Länge und Fleming verlor die Lust an der Verfilmung. Die bis dahin erarbeiteten Elemente verwendete Fleming 1960 für das Buch Thunderball, was die anderen Beteiligten veranlasste, Fleming der Verletzung des Urheberrechts anzuklagen. Dessen wurde er später für schuldig befunden.
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