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Red Bull Racing (kurz: RBR) ist ein österreichischer Formel-1-Rennstall mit Sitz im englischen Milton Keynes, das nach dem Energy-Drink-Hersteller Red Bull benannt ist. Eigentümer des Teams ist Firmengründer Dietrich Mateschitz. Red Bull Racing ging Ende 2004 aus dem britischen Team Jaguar Racing hervor, das vom Automobilhersteller Ford mit dem Rückzug aus der Formel 1 verkauft wurde.
David Coulthard beim Kanada-GP 2005
In der Saison 2005 wurde David Coulthard, der bei McLaren-Mercedes entlassen wurde, als erster Fahrer verpflichtet. Das zweite Cockpit sollte abwechselnd von Christian Klien und Vitantonio Liuzzi besetzt werden. Der Motorenlieferant in dieser Saison war Cosworth. Das Team fuhr zunächst noch mit britischer Lizenz. Bereits im ersten Rennen konnte das Team durch einen 4. Platz von David Coulthard und einen 6. Platz von Christian Klien beeindrucken. Auch beim zweiten Rennen holten beide Fahrer Punkte. Nach dem dritten Rennen fuhr schließlich Vitantonio Liuzzi an der Seite von David Coulthard.
Anlässlich der Star-Wars-Premiere fuhren beim Rennen in Monte Carlo die Boliden im Star-Wars-Design und auch die gesamte Crew war ganz im Star-Wars-Outfit gekleidet. Im Rennen mussten jedoch, zum ersten Mal in der Saison, beide Fahrer ihre Autos vorzeitig abstellen.
Ab dem Großen Preis von Kanada übernahm Christian Klien für den Rest der Saison das zweite Cockpit. Liuzzi hatte in vier Rennen einen Punkt für das Team einfahren können. Wie alle anderen Michelin-Teams, verzichtete auch Red Bull Racing beim Großen Preis der USA an den Start zu gehen. Bereits jetzt standen 22 WM-Punkte zu buche. In fast jedem Rennen (bis auf den Monaco-GP) fuhr man in die Punkte.
In der zweiten Saisonhälfte sammelten Coulthard und Klien weitere 12 Punkte. Die Fahrer blieben jedoch öfter außerhalb der Punkte, als in der ersten Saisonhälfte. Insgesamt mussten die drei Fahrer das Rennen neunmal vorzeitig beenden.
Coulthard kam am Ende der Saison auf 24 WM-Punkte und belegte den 12. Rang in der Fahrerwertung. Klien erzielte 9 WM-Punkte und wurde 15.. Liuzzi belegte den 23. Rang mit einem WM-Punkt. Das Team kam somit auf 34 Punkte und belegte einen starken siebten Rang der Konstrukteurswertung. Am Ende hatte gerade mal vier Punkte Rückstand auf das BAR-Honda Team.
David Coulthard 2006 in Silverstone
Die Fahrerpaarung für die Saison 2006 blieb gegenüber 2005 unverändert. Allerdings wurde Christian Klien Stammfahrer und brauchte sich das Cockpit nicht mehr mit einem dritten Fahrer zu teilen. Von nun an fuhr das Team allerdings unter österreichischer Lizenz und nicht mehr unter britischer. Außerdem wurden die Motoren nicht mehr von Cosworth, sondern von Ferrari geliefert.
Die Saison verlief weitestgehend unspektakulär. Einziger Höhepunkt war der dritte Platz von David Coulthard beim Großen Preis von Monaco. Anlässlich der Premiere des Films Superman Returns fuhr das Team mit speziell lackierten Fahrzeugen und das gesamte Team war im entsprechenden Outfit gekleidet. Bei der Siegerehrung trug Coulthard ein rotes Superman Cape.
Am 11. September 2006 entließ RBR Christian Klien, weil er das Angebot ablehnte, in die Champ-Car-Serie in den USA zu gehen. Testpilot Robert Doornbos übernahm für die letzten drei Rennen Kliens Cockpit.
Insgesamt mussten die Fahrer 12 Rennen vorzeitig aufgeben. David Coulthard sammelte 14 WM-Punkte und wurde 13. in der Fahrermeisterschaft. Klien konnte in 15 Rennen 2 WM-Punkte erzielen und wurde 18. in der Fahrerwertung. Doornbos konnte keine weiteren Punkte für Red Bull einfahren sah jedoch bei allen drei Rennen die Zielflagge. Das Team erzielte somit 16 Punkte und wurde erneut siebter in der Konstrukteurswertung.
Mark Webber beim Frankreich-GP 2007
Das zweite Cockpit wurde für die Saison 2007 an Mark Webber vergeben, dessen Vertrag bei Williams ausgelaufen war. Das Team wechselte erneut den Motorenlieferant. In diesem Jahr wurden die Motoren von Renault geliefert. Der geschätzte Jahresetat belief sich auf 140 Mio. US-Dollar.
Mit den neuen Renault-Motoren und einem guten Chassis von Adrian Newey konstruiert, startete das Team motiviert in die neue Saison 2007. Doch in den ersten Rennen konnten keine befriedigenden Ergebnisse erzielt werden. Die ersten Punkte für das Team holte David Coulthard beim Spanien-GP, als er fünfter wurde. Das Team fand sich nun auf dem siebten Platz der Konstrukteursmeisterschaft wieder; mit einem Punkt Rückstand auf Toyota und Williams.
Nach weiteren zwei Rennen konnte auch Webber seine ersten Punkte für Red Bull, durch einen siebten Platz beim USA-GP, sammeln. Die am Anfang noch sehr erfolglose Saison fand ihren Wendepunkt bei Europa-GP. Bei der "Regenschlacht" auf dem Nürburgring belegte Mark Webber den dritten Platz und konnte somit den zweiten Podiumsplatz für das Red Bull Team erzielen. Auch David Coulthard konnte überzeugen. Er fuhr vom 20. Startplatz auf Platz fünf. Die zehn erzielten WM-Punkte waren das beste Resultat für das Team.
In den letzten 7 Rennen der Saison konnten weitere 8 Punkte eingefahren werden. Trotzdem mussten Coulthard und Webber ihre Autos fünfmal vorzeitig abstellen.
Schmerzlich für das Team war vor allem der Ausfall von Webber beim Großen Preis von Japan. Durch ein Missverständnis mit Lewis Hamilton während der zweiten Safety Car-Phase bremste Webber hart ab um den langsam fahrenden Hamilton nicht zu überholen. Dieses Manöver wurde jedoch von Sebastian Vettel übersehen, der hinter Webber fuhr und krachte in das Heck des Red Bulls. Beide Fahrer mussten aufgeben. Webber lag zu diesem Zeitpunkt an zweiter Position und hatte gute Chancen aufs Podium zu fahren, genauso wie Vettel der an dritter Position lag.
Beim China-GP erzielte Coulthard mit einem achten Platz den letzten Punkt in dieser Saison. Probleme bereitete vor allem das neue Schnellschaltgetriebe, welches oft seinen Dienst versagte. Somit wurden in der Saison 2007 24 Punkte erzielt und das Team kletterte - begünstigt auch durch die Disqualifikation des McLaren-Teams - auf den fünften Rang der Konstrukteurswertung.
In der Saison 2008 werden erneut David Coulthard und Mark Webber für das Team antreten, deren Verträge bereits im vergangenen Sommer verlängert wurden. Ihre Fahrzeuge werden auch weiterhin von Renault-Motoren angetrieben. Das neue Auto mit der Bezeichnung RB4 wurde am 16. Januar 2008 bei Testfahrten in Jerez, Spanien vorgestellt.
F1-Saisons in Zahlen [Bearbeiten]
Stand: Saisonende 2007 (21.10.)
Saison |
Chassis |
Motor |
Punkte |
Siege |
Poles |
FLs |
WM-Rang |
Fahrer |
2005 |
RB1 |
the United Kingdom Cosworth |
34 |
- |
- |
- |
7. |
the United Kingdom David Coulthard (WM-12.)
Austria Christian Klien (WM-15.)
Italy Vitantonio Liuzzi (WM-23.) |
2006 |
RB2 |
Italy Ferrari |
16 |
- |
- |
- |
7. |
the United Kingdom David Coulthard (WM-13.)
Austria Christian Klien (WM-18.)
the Netherlands Robert Doornbos (-) |
2007 |
RB3 |
France Renault |
24 |
- |
- |
- |
5. |
the United Kingdom David Coulthard (WM-10.)
Australia Mark Webber (WM-12.) |
2008 |
RB4 |
France Renault |
- |
- |
- |
- |
- |
the United Kingdom David Coulthard
Australia Mark Webber |
Ergebnisse in der Formel 1 [Bearbeiten]
(Legende)
Übersicht des aktuellen Personals [Bearbeiten]
Aufgabenbereich |
Name |
Stammfahrer |
the United Kingdom David Coulthard |
Australia Mark Webber |
Testfahrer |
Switzerland within 2to3 Sébastien Buemi |
Teamchef |
the United Kingdom Christian Horner |
Teammanager |
the United Kingdom Jonathan Wheatley |
Technischer Direktor |
the United Kingdom Geoffrey Willis |
Technikchef Red Bull Technology |
the United Kingdom Adrian Newey |
Chefingenieur |
the United Kingdom Andrew Green |
Chefdesigner |
the United Kingdom Rob Taylor |
Chefaerodynamiker |
the United Kingdom Ben Agathangelou |
Teamberater |
Austria Dr. Helmut Marko |
Renningenieur Coulthard |
France Guillaume Rocquelin |
Renningenieur Webber |
the United Kingdom Ciaron Pilbeam |